TVM MTB Touren

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Videolinks von MTB Touren

4Q16

Badish Moon Rising&Canadian Tour

Printzensitz Tour

3Q16Blauen Tour im Herbst
2Q16Blauen Tour: uphill via Single Trail "blaue Raute"
1Q16Trailervideo Kohlplatz: "Ein Wald für Alle":
4Q15

Johannisbreite-Tour im Dez-15

Schönberg-Tour

Blauen Tour via Grüneckweg im November-15

3Q15

mixed Trail Clip

Tour ab Staufen zum Kohlerhof/Etzenbacher Höhe

 

Einteilung TVM MTB Touren

MTB Touren-Details sind beim Guide verfügbar. Touren sind zum Teil mit Hyperlinks zu einem GPS-Portal unterlegt, die dann relevante GPS Daten zum Download als auch Bikekarten beinhalten. Oft werden auch Touren miteinander spontan kombiniert entsprechend dem Leistungsniveau der Teilnehmer.

Einfach-bis 600 Höhenmeter:

    • Kalte-Küche  
    • Rheintal-Kombi Tour  
    • Burgruine Neuenfels  
    • Kohlplatz/Sulzburg  

Mittelschwer-bis 800 Höhenmeter

  • Bammerthäusle-Tour  
  • Egerten über Bürgeln  
  • Enggründlekopf  
  • Eselweg  
  • Lambertseck  
  • Rebentour  
  • Sausenburg  
  • Stelli  
  • Ab Staufen: Köhlerhof  
  • Thann (FRA)  
  • Ab Münstertal: Kaltwasser  

Schwierig, anspruchsvoll-bis 1200 Höhenmeter

  • Hochblauen-Tour
  • Kälbelescheuer-Kombitour
  • Schauinsland-Kybfelsen-Canadian (Beschreibung s. unten)

Techniktrails

 

 

 

Gondel to trail-diesmal zum neuen Badish Moon Rising

 

Neben dem schon hier besprochenen Canadian Mountainbike (MTB) Trial gibt es jetzt seit dem Herbst 2016 eine weitere Flowtrial, den Badish Moon Rising  (Höhendifferenz: ca. 700m + 230m (bergauf + bergab); Länge: ca. 8 km s. auch Bike Jan17 Heft Seite 118/119). Für den  Name ist der Titel „Bad Moon Rising“ der legendären Creedence Clearwater Revival Band mit dem „Badischen“ gekreuzt worden.

Start ist an der Bergstation der Schauinslandbahn. Vorher kann man für ca. 20.- bequem mit der Gondel und Bike (2 Bikes&Biker passen in eine Gondel) „shutteln“. Haben wir im späten Dezember so gemacht, den Temperaturen im einstelligen Bereich lassen einem nach schweißtreibendem Uphill und anschließendem Downhill zu sehr auskühlen.

Jedenfalls von der Schauinslandbahn der gelben Beschilderung zum "Schauinsland Trail" folgen. Unterhalb des Turms geht es dann abwärts auf der "Alten Rodelbahn", eine recht steile und geröllige Passage. Am Ende der Rodelbahn an der Pflughalde rechts halten. Nach ca. 100 m geht es dann links auf einen gerölligen Singletrail (bis S2) bis zur Vorderen Kohlerhau.

Dort beginnt der mit kanadischer Hilfe frisch gebaute "Badish Moon Rising" Trail. Gut 3 km ziemlich flowiger Spaß bis zum Sohlacker.

Ab dort sind es noch 100 Hm auf den Kybfelsen, ein schönes Plätzchen für eine Pause. Bis zum Start des gebauten "Canadian Trail" sind es noch etwa 800m bergab.

Hier der Link zum diesbezüglichen Video.

 

Epic Canadian-neue MTB Herausforderung ab Kybfelsen

 

Diese Überschrift hat sicherlich Erklärungsbedarf. Worum geht´s eigentlich? Die Mountainbike (MTB)-Gruppe des TV Müllheim macht sich auch in der näheren Umgebung mit neuen Trails vertraut: Daher haben wir Mitte Juli 2015 den speziell für MTBler angelegten Track erkundet. Der Track heißt „Canadian“, da 4 Kanadier zusammen mit dem Freiburger Mountainbikeverein den Trail erstellt haben. Die -im April 2015 fertig gestellte- Strecke ist rund 3,6 Kilometer lang, in acht Sektionen unterteilt und bewältigt 450 Höhenmeter. Startpunkt ist unterhalb des Kybfelsen, Endpunkt oberhalb der Sternwaldwiese in der Wiehre.

Wohlgemerkt, unsere Tour begann in Au (Kirche) via Horben, Kaltwasser, Giesshübel, bis hin zur Schauinsland-Seilbahn, Rapperseck Hütte und weiter zum Kybfelsen; landschaftlich abwechslungsreich mit typischer Schwarzwaldkulisse. Bis dahin hatten wir schon mal ca. 1050 Höhenmeter in den Beinen. So manch Einer wird da wahrscheinlich einen „Uphill“ mit der Schauinslandbahn vorziehen, die „Fahrradmitnahme als Aufstiegshilfe“ erlaubt.

Wie nicht anders zu erwarten war, am Schauinsland-Parkplatz der sonntägliche Wusel von Auto-Ausflüglern und Moped-Bikern. Da suchen die MTBler schnell wieder den Waldweg. Oberhalb vom Raperseck gibt´s auch schon gleich auf felsigen Trailabschnitten einen Vorgeschmack auf den „Canadian“. Doch zuvor am Kybfeslen versperren die ca. 10. rumliegenden MTBs der Downhiller die Aussichtsplätze; Rüstungen, ups sorry sog. Protektoren werden angelegt und der Downhill kann kommen. Dann noch ein etwas verblocktes Trailstück oberhalb vom Einstieg und man steht vor der Tafel, die den Canadian in 8 Streckenabschnitten beschreibt (unterschiedliche Schwierigkeitsstufen; Single Trail-Kategorie S2-3).

 

Verschnaufen nach dem ersten Adrenalinschüben vor Sektion 2 ist angesagt; doch schon steht man im Weg für die ganz Eiligen MTBler mit Integralhelm, die es so richtig „krachen“ lassen.  Egal, safety first, wir fahren unseren Stil weiter. Nach ca. 15 min mit Verschnaufpausen und auch mal unfreiwilligem Abstieg vom Bike sind wir nach der Jungfernfahrt unten. Geht auch sicherlich flotter aber eher nicht beim ersten Downhill. Wer dann allerdings nicht ausgepowert ist, wird wohl den Trail auch nicht „epic“ finden. „Epic“ ist das neue Modewort in der MTB-Szene für alle was „rockt“.

Zurück zum Ausgangspunkt der Tour nach Au und somit ein Highlight mehr ausprobiert in der hiesigen Bike Region. Canadian&Borderline (spezieller MTB Trail am Rosskopf) als Duo machen die Freiburger MTB Regio zum „must have“ für Locals (Biker von hier) als auch für Biker auf der Durchreise. Somit wäre der Canadian als auch die Überschrift hoffentlich hinreichend erklärt.

 

Mehrtägige MTB-Touren

Juli 2017: Mountainbike-Tour Porte Du Soleil ab Avoriaz

Die Mountainbikegruppe des TVM hat wieder mal eine gemeinsame mehrtägige Tour diesmal in den französischen Alpen durchgeführt. Ziel waren die Bikeparks im Porte Du Soleil. Diese Region hat sich spezielle für Mountainbiker eine spezielles Trailkonzept umgesetzt. Mit nur einem Liftpass kann man das gesamte Gebiet mit allen seinen Freizeitanlagen 600 km Bikerpiste und 19 Liftanlagen) erkunden. Man kann alle Disziplinen ausüben: Cross-country, Enduro und Downhill. Jedem Skifahrer kann man das Konzept der Bikeparks am einfachsten erklären, da es dem Abfahrtsskifahren stark ähnlich ist. Es gibt angelegte Trails für Mountainbiker (schwarze, rote, blaue Kategorie) und die Lifte bringen Biker und Bikes wieder nach oben. Daneben kann man aber auch noch andere „Naturtrails“ finden.

Nach einigen Abfahrten und dem folgenden Liften zwischen Avoriaz, Morzine, Les Gets wurde auch ein Abstecher auf Schweizer Terrain gemacht. Mit dem Lift auf den Pointe de Mossette und danach erst mal das herrliche Panorama genießen; dann über Singletrails auf einer Hochebene wieder zurück ins französische Tal.

Höhenmeter werden allerdings dabei wirklich nur mit dem Lift und nicht mit der Kurbel gemacht. Zugegeben, die angelegten Trails sind zwar mit allen möglichen Steilkurven, Drops und Jumps (jeweils auch mit Chickentrails zur Umfahrung) ausgestattet aber letztendlich dadurch auch wieder etwas austauschbar. Die Naturtrails haben uns etwas besser gefallen.

Ergo, eine neues Bike-Erlebnis, dass aber vor allem die Hardcore-Downhill-Fraktion der Biker anspricht.

Hier das obligatorischeTeamfoto.

 

Juni 2016: Mountainbike Tour "La Trans Verdon"durch Frankreichs Gran Canyon

"Grande Traversée VTT La TransVerdon" heißt sie nun und gehört offiziell zu den acht längsten Mountainbike-Routen Frankreichs. Der Fluss Verdon entspringt in den Französischen Seealpen, fließt durch die Provence und fädelt dann in seine berühmte Schlucht ein. Sagenhafte Trails folgen ihm dabei.
Vom Col d’Allos, wo der Verdon entspringt, werden wir dem Fluss 220 Kilometer lang auf seinem Weg gen Süden folgen. Man folgt dem Fluss nicht direkt am Ufer entlang. Die Route führt über die Berge rechts und links des Verdons. Wer im Juni kommt, schwebt unterwegs durch ein Blütenmeer.
Der "Grand Canyon Frankreichs" gehört zu den größten, schönsten und bekanntesten Schluchten Europas. Auf 21 Kilometern Länge hat sich der Verdon hier bis zu 700 Meter tief ins Gestein geschürft. Da die Schlucht 1990 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, ist das Biken darin leider verboten. Die TransVerdon-Route balanciert daher weiterhin auf der rechten Seite der Schlucht über die Berge.
Die TVM MTB Gruppe hat diese Tour fast vollständig im Juni bewältigt (214 km bei 5500 Höhenmetern in 5 Tagen); hier nun der Tourbericht.
 
Als Ausgangspunkt haben wie Moustier St. Marie gewählt. Der Tourveranstalter hat dann einen Shuttle zur Anfahrt ins Hochgebirge bereitgestellt. Gestartet mit den Mountainbikes sind wir dann in den Seealpen am Allos-Pass auf 2247 ü.M. Man fährt bis oberhalb der Baumgrenze gen Süden und folgt dem Grat eines langen Bergrückens. Ein fundamentaler Downhill nach Colmars les Alpes schließt sich an die eher noch einfachen 500 Höhenmeter an. Der nächste Tag verlangt auch trainierten Bikern einiges ab. Es geht auf eine Hochebene hinauf zum Lac des Lignins der weiter zum Gipfelgrat auf 2472 ü.M führt. Klar, der Single Trail runter führt erst mal nur über loses Geröll, wird dann aber spektakulär in den Lärchenwäldern und führt die Truppe nach La Colle St. Michel. Dieses kleine Bergdorf verlassen wir am nächsten Morgen mit noch müden Knochen für den nächsten Aufstieg. In Castellane, einem kleinen Städtchen mit eindrucksvollem Bergpanorama gleich hinter dem Verdon-Fluss, finden wir eine nettes Restaurant für ein Lunch in perfektem französischem Ambiente. Das Ziel für diese Tour ist der ein Hotel am Aussichtpunkt des Gorche du Verdon, unterhalb von Rougon. Dieser Abschnitt bot viele eindrucksvolle Einblicke in die Verdonschlucht. Die letzte Etappe führt wieder zurück zum Ausgangspunkt nach Moustier; auch hier wieder mit einem kilometerlangem Downhill gespickt mit einigen Schwierigkeitsgraden durch das lose Geröll, durch Felsen verblockte Wege und auch Ginsterbüsche, die den Trail fast zuwuchern.
Ergo, eine Supertour durch einsame Täler und zum Teil Hochgebirgslandschaften mit tollen Ausblicken die auch erfahrenen Bikern einiges an Kondition, technischer Geschicklichkeit und auch Durchhaltewillen abverlangt. Da wir durchweg nahezu perfektes trockenes und sonniges Wetter hatten, wurde die Tour durch äußere Bedingungen nicht weiter beeinträchtigt.

 
INFO
Die Grande Traversée VTT La TransVerdon misst insgesamt 260 Kilometer und hat 8000 Höhenmeter auf dem Buckel. Startpunkt ist der 2247 Meter hohe Col d’Allos im Mercantour-Nationalpark. Hier entspringt der Fluss Verdon, dem man auf dieser Route gen Süden bis in die Verdon-Schlucht folgt.
Anspruch Die Tour wurde offiziell in 15 Etappen eingeteilt, ist aber in einer Woche gut zu schaffen. Die Abfahrten der ersten Abschnitte sind oft knifflig, gen Ende der Route aber immer flüssiger zu fahren.
Man sollte sich aber über anstrengende Schiebpassagen bergauf bewusst sein. Die verblockten Trails sind nicht durchgängig fahrbar. Gutes Wetter ist weiterhin eine gute Voraussetzung, da es nicht viele Einkehrmöglichkeiten in den verlasseneren Berggegenden gibt.
Beste Touren-Zeit Wer die berühmte Lavendelblüte erleben möchte, sollte zwischen Mitte Juni und Mitte September anreisen. Juli und August sind aber oft zu heiß zum Biken.
Unterkünfte In den Gîtes (Hütten) gibt es immer HP. Tagsüber kann in den Dörfern und Hütten gegessen werden.
Alle Infos Karten, GPS-Daten, genaue Streckenbeschreibungen und Unterkunft wurde von uns über einen Veranstalter gebucht, deren Agentur man allerdings nie besucht, da nicht auf der Strecke gelegen: www.cap-liberte.fr

April 2015: MTB auf der Insel-Freeriding auf Madeira

April 2015, was fällt einem dazu ein? Erst mal wahrscheinlich Aprilscherz, Aprilwetter usw. Wohl eher nicht: Mountainbike reise auf die Portugiesische Atlantikinsel Madeira als Flowtrail Tour der Extraklasse. Der geneigte Leser wird´s wohl schon geahnt haben, genau Letzteres  hat meinen April 2015 ausgemacht.

Madeira bekannt als „Blumeninsel und Wanderparadies“ hat zwar alles was sowohl für Blumen (zB mildes Klima) als auch für Wanderer (zB ausgiebige Wanderhöhenwege) ideal ist, aber eben noch eine andere Attraktion zu bieten: Freeriding. Wem das gar nichts sagt kann mal hier nachschauen: http://freeridemadeira.com/

So heißt nämlich auch die lokale Bikeagentur vor Ort in Funchal um den „Chefbiker“ John Fernandez; gleichzeitig Gründer der Agentur und des dazugehörigen Bikes hops. John leitet unsere geführte Tour souverän; mit vielen Erläuterungen zu den Strecken (fluently in English). Also, Singletrail-Touren mit Bikeshuttle via Bus/Anhänger ins Hochland der Insel; das ist die Attraktion. John kennt nicht nur die vielen Trials, die fast die gesamt Insel umspannen; er darf diese auch legal mit Bikegruppen nutzen selbst wenn es durch Privatgelände geht. Die Jungs von Freeridemadeira halten nämlich auch die Forstwege (sog. Fireroads) in Schuss, legen neue Wege und Trails an und bauen bestehend aus. Kurzum, eine agile Bikeagentur bietet naturverträgliche Trailtouren in toller Umgebung an. Die Trails sind alles andere als kurz, breit oder ausgefahren. Vielmehr gibt es Passagen über felsigen Untergrund, Wurzeln, alte Forstwege aber auch mal Levada-Tunnel (Anmerkung: Levadas sind Wasserkanäle, die bis zu 2.000 km !! die Insel durchlaufen). Häufig geht es steil bergab. Ach ja, alle Abfahrten – unter anderem vom bis zu 1862 m hohen Pico Ruivo- gehen runter bis zum Meer bzw. zur nächstgelegenen „Beiz“ für die Regernation durch Pasta, Fisch oder Gegrilltes.

Die beste Zusammenfassung des Events wäre demnach: „Adrenalin, Testosteron und Endorphine“-alles Hormone, die man vielfach braucht oder ausschüttet, je nachdem. Schwer vorzustellen, dass man als Hardcorebiker da nicht noch einmal hin möchte.

 

Die Touren sind konditionell nicht sonderlich fordernd wohl aber sollte man technische Passagen mögen. Die Tour ist gemäss der Singetrail-Skala mit „S2-3“ klassifiziert. Anbei die Kurzfassung dieser Einteilung: Grad S2: Trails mit Wurzeln, Steinen, häufig nicht verfestigt, Stufen, Treppen, enge Kurven, Grad S3: Verblockte Singletrail, größere Felsbrocken und/ oder Wurzelpassagen, hohe Stufen, Spitzkehren und kniffelige Schrägfahrten, rutschiger Untergrund und loses Geröll, Steilheiten über 70% sind keine Seltenheit.

 

 

 

 

 

 

 

Von zwei Standorten im Südwesten der Insel in Paul do Mar oder von der Hauptstadt Funchal im Süden starten die Touren. Dabei führen einem die Touren durch viele Täler bis ans Meer, so dass man von der ganzen Insel einen Eindruck bekommt. Einige landschaftliche Highlights bei den Touren: der 1818 m hohe Pico do Ariero, fantastische Lorbeerwälder oder auch das zentrale Hochplateau Paul da Serra.


Juni-2015: TVM MTB-Trails im Vinschgau

Mittlerweile zum zweiten Mal haben sich 4 Biker der MTB Gruppe eine Woche zum Biken Sahnestückchen gegönnt. Nix Kuchen, eher Trails mit „Sahne“. Letztes Jahr in dem französischen Teil der Pyrenäen;  dieses Jahr im Juni 2015 in Südtirol oder genauer im Vinschgau, die Gegend um Meran. Zunächst zur Anreise, 4 Bikes&Biker passen perfekt auf den Pick-up mit dem man dann in 5h via Ofenpass auf Schweizer Seite ins Vinschgau kommt. Die Auswahl der Touren für jeden Tag war nicht trivial einfach wegen den vielfältigen Möglichkeiten.
Wir starten also erst mal bei Latsch mit einer Tour zur Tarscher Alm. Die 800 hm Aufstieg kann man auch via Sessellift bewältigen aber zum „Liften“ später mehr.


Auf der Alm bei strahlendem Wetter angekommen, wird ein verblockter aber flowiger Trail zur Latscher Alm gewählt. 29er Fullies oder Enduro-MTBs können ihre Stärken bei den felsigen Stufen ausspielen, da diese Bikes mit größeren Raddurchmessern bzw. längerem Federweg der Dämpfer einfach vieles überrollen können. Auf dem Roatbrunn-Trail geht’s downhillmässig runter. Der Trail ist ausgewiesen auf der sog. Singetrail-Skala mit „S2“ (Im S-Grad S2 muss man mit größeren Wurzeln und Steinen rechnen. Der Boden ist häufig nicht verfestigt. Stufen und flache Treppen sind zu erwarten. Oftmals kommen enge Kurven vor, die Steilheit beträgt passagenweise bis zu 70%). Klingt vielleicht nicht sonderlich herausfordernd aber wir lernen schnell das „S2“ Trails unser Niveau sein wird. Der ausgefahrene und damit steile und verblockte Trail wird dann aber doch noch zu einem S3er (Verblockte Singletrails mit vielen größeren Felsbrocken und/ oder Wurzelpassagen gehören zum S-Grad S3. Hohe Stufen, Spitzkehren und kniffelige Schrägfahrten kommen oft vor, entspannte Rollabschnitte werden selten. Häufig ist auch mit rutschigem Untergrund und losem Geröll zu rechnen, Steilheiten über 70% sind keine Seltenheit.) und die Scheibenbremsen glühen vor sich hin.

Die nächste Tour geht mit der Meran 2000 Seilbahn in der Tat auf 2000 m hinauf. Die Hochebene, die sich anschließt lässt sich über eine Panaromatour erkunden.
Die 600 hm der Tour werden durch viele kurze Anstiege durchaus anstrengender als gedacht. Wir durchqueren ein Skigebiet und überqueren den Gipfel der „Stoarneren Mandeln“ (hunderte von Steinmännchen, sieht urig aus).

Ach ja, natürlich machen wir auch Digitalfotos bzw. lassen von Wanderern mal welche von uns allen machen. Das schafft Kontakte und setzt (hoffentlich) einen Gegentrend. Welchen Trend? Wir sammeln „Otheries“ und viele kapieren auch gleich was gemeint ist, wenn man Sie bittet, einen Schnappschuss zu machen. Selfies kann ja jeder und die sind daher ja sowas von „out“:

Spätestens beim Knottenkino kommt der „Wow“-Moment“ zurück. Auf einem glatten Felsmassiv ca. 1.800 m oberhalb von Meran kann man die ganze Ebene überblicken auch der Ortler ist im Blick und das ganze lässt sich von fest installierten Kinosesseln als Szenerie genießen.

Danach folgen selbstverständlich wieder Downhills, den jetzt fehlen ja nur noch „Tiefenmeter“ zum Ausgangspunkt.
Mit der Hirzler-Seilbahn werden wir an einem Sonntag nur bis zur Mittelstation mitgenommen; die verbleibenden 600 hm werden wir dann halt selbst hochstrampeln. Es ist sommerlich Heiß und die Trinkfalschen werden an Hütten oder Almen immer wieder aufgefüllt.
Wir treffen auf der Staffler Alm unterhalb der Bergstation der Seilbahn sein, hier muss man sich schon in die Warteschlange für freie Plätze einreihen, Ist halt Sonntag. Der Anschließende Downhill nach Tschenna aus „S2“ ist wieder so ein „Sahnestückchen“.

Von unserem Domizil in Naturns geht’s dann am nächsten Tag mit der Aschwald Seilbahn zum Vigiljoch und weiter uphill zur Naturnser Alm. Ein wurzeliger verblockter Weg, den wir uns mit vielen Wanderern teilen führt zu weiteren Almen und dann zum S3-Ötzitrail. Jetzt sind wir eingefahren für einen S3 Challenge und der flowige Trail lässt einem gar keine Zeit groß nachzudenken, man ist einfach 100% mit sich und dem Bike beschäftigt und nur an wenigen Stellen steigt man dann doch mal besser ab. Pausen beim downhill? In der Tat, Pausen sind enorm wichtig, um die Muskulatur zu lockern und auch die Bremsen etwas abkühlen zu lassen; auch dazu gleich mehr.

Also Ötzitrail ist ein gutmütiger S3 und kann von S2 Fahrern gemeistert werden. Die Stufen im unteren Teil von einem angeschlossenen Wanderweg (Jesus-Büßer weg oder so ähnlich) führen bei der letzten Stufe dann doch noch zu  einem „Snake bite“ (sog. Platten mit zwei Löchern im Schlauch wie bei einem Schlangenbiss; wird durch aufsetzen des Rades auf die Felge bei zu geringem Reifenluftdruck verursacht).
Am Ende fährt man fast automatisch in den Naturneser Bikepark. Nicht sehr groß und ausgebaut, kann man hier aber mal auf Testgelände die Hinterradumsetzer und Anlieger oder Jumps testen.

Schließlich soll die letzte Etappe nochmal einen Downhill der Extraklasse, den sog. Holy Hansen S2 Trail bieten. Diesmal war nix mit Seilbahnen; vielmehr ca. 1000 hm am Stück bergauf zur Morterer Lager auf 1704 m.

Trotz Tourbeginn ab 9:00 wird’s bei den nicht mehr enden wollenden Kehren extrem heiß und kräfteraubend. Hier kann man mit seinem inneren Schweinehund viele Streitgespräche führen.

Vom Gipfel auf einer Waldlichtung aus noch schnell weiter zwecks Wasser auffüllen zum Haslihof und kurze Zeit später geht’s zum versteckten Einstieg vom Holy Hansen. Ab sofort sind nahezu alle Anstrengungen der Bergfahrt vergessen, denn der Trail ist super angelegt und mit flowigen Kurven, Jumps mit Chicken-Trials (so heißen die Umfahrungen der Hindernisse) und nicht enden wollenden Downhills und Doubles (mehrere hintereinander folgende Bodenwellen; beim Skifahren heißt das wohl Buckelpiste). Hier kann man viele der sog. „Moves“ (Lt. Bikemagazin, verschiedene Stellungen auf dem Bike insbesondere bei Sprüngen)  einsetzen. Mittlerweile macht meine Vorderradbremse einen höllischen Lärm; quietscht bei jedem Zug obwohl die Beläge doch noch ausreichend sein sollten. Unten im Tal schleift dann die Bremse und blockiert das Rad; eine spätere Inspektion wird ergeben; Bremsbeläge waren nicht mehr vorhanden; total abgefahren und eine neue Bremsscheibe wurde von dem Radhändler meines Vertrauens verordnet; shit happens.
Ach so, noch wichtig zu erwähnen in lokalen Bikeshops lohnt immer ein Besuch; man kann häufig die GPX Daten der Trail dort downloaden und sich Tipps holen; falls noch dies noch nicht vorab im Web erledigt hat.
Die Tour klingt aus in einer Biker-Chillout lounge (andere nennen das einfach Café; egal). Jedenfalls braucht es zum Biken eben nicht nur Ausdauer, Mut und Durchhaltewillen sondern auch gewisse Englischkenntnisse bringen einem weiter. So ist das halt. Passiert ist übrigens keinem was, wenn man auch mal ev. unfreiwillig vom Rad absteigen musste; aber jeder hat auch schon viel Bikeerfahrung und „safety first“ sollte ohnehin das erste Motto sein und bleiben.